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"Die Perle der Altmark"

Kerkau/Lübbars

Kerkau ist ein Ortsteil der Stadt Arendsee. Zur Ortschaft Kerkau geören die Ortsteile Kerkau und Lübbars.

Die erste urkundliche Erwähnung von Kerkau fand 1366 statt, die des Ortsteils Lübbars 1375.

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Kerkau am 29. Mai 2009, dass die Gemeinde Kerkau in die Stadt Arendsee (Altmark) eingemeindet wird.

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde war Jürgen Pajewski. Der amtierende Bürgermeister ist Michael Wrana. Dieser ist auch seit 2010 Mitglied des Stadtrates Arendsee.

Kerkau

Kerkau mit seinem Ortsteil Lübbars umfasst eine Fläche von 11,08 km². Kerkau ist wendischen Ursprungs und leitet sich von Kerkowe, Kerkow ab und fand 1366 seine Ersterwähnung. Kerkau war Stammsitz der Familie Kerkow, deren ältester Alverich 1225 genannt wird. Die Chronik berichtet von schweren Jahren des Dorfes, das in den Jahren 1583 bis 1598 immer wieder von der Pest heimgesucht war und im Dreißigjährigen Krieg von Verwüstungen und Seuchen bedroht war. Trotzdem besiedelten überlebende Bauern das verwüstete Dorf und machten es zu einem ausgesprochenen landwirtschaftlichen Ort. Auf einigen Höfen ist noch heute die ursprüngliche Form des Vierseitenhofes zu erkennen. Vierseitig umbaut bildete er ein abgeschlossenes „Ganzes“. Typisch für die Altmark sind die gemauerten und überdachten, oft mit alten Inschriften verzierten Toreinfahrten. Kerkau besitzt etwa in der Mitte des Ortes eine aus Feld- und Sandstein gemauerte Kirche, erbaut im Jahre 1644. Der lang hochgezogene Turm wurde 1911 aufgesetzt. Umgeben ist die Kirche mit einer Friedhofsmauer aus Feldsteinen und einem Friedhof, der zum großen Teil mit immergrünen Koniferen und Hecken bepflanzt ist. Entlang der Dorfstraße aus Natursteinen stehen links und rechts wuchtige Lindenbäume und schmücken das Dorf. Im nördlichen Teil des Ortes entstanden 1952 schmucke Einfamilienhäuser und eine MAS, später MTS. In späteren Jahren war dort der Sitz der LPG. Heute werden diese Räumlichkeiten von der Agrargenossenschaft genutzt. Der ehemalige Kindergarten steht den Einwohnern als Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung.

Lübbars

Lübbars, ein kleines sauberes Dorf mit neuerbauter asphaltierter Straße mit viel Freiraum an beiden Seiten und einer Rotdornallee ist wendischen Ursprungs und leitet sich von Lubas, Lübarz ab und wurde erstmals 1375 urkundlich erwähnt. Patronatsrecht und Gerichtsbarkeit gehörte der Familie von Knesebeck. Obwohl die Bahnstecke Stendal – Salzwedel durch den Ort führt, besitzt Lübbars keinen Haltepunkt. Der Friedhof befindet sich am südlichen Dorfende, mit einer kleinen Kapelle ohne Glockenturm. Dieser befindet sich einige Meter ab als Glockengestell.

Sehenswert ist ein etwa in der Ortsmitte gemauerter Feuerwehrbrunnen, der im Zuge der Dorferneuerung mit Feldsteinen umgebaut und mit einem nostalgischen Pumpengestänge versehen werden soll. Nach der Wende siedelte sich hier eine Bildhauerwerkstatt an. Jedes Jahr findet für beide Gemeinden ein Dorffest statt, welches die Feuerwehr mitgestaltet.